Durch seinen weltberühmten, exotischen Geschmack und sein feines Aroma, wird Safran immer eine Zutat für Nahrungsmittel sein, welche in jedem Vorratsschrank in vielen Küchen weltweit anzutreffen sein wird. Es ist besser den Safran in einem Vorratsraum zu belassen, um die Haltbarkeit zu verlängern. Safran beinhaltet chemische Elemente wie Crocin (welches einen eigelbenen Farbton abgibt), Picrocin (welches den Gewürzgeschmack abgibt ) und Safranal (welcher das heuähnliche Aroma abgibt ). Diese drei Elemente machen aus dem Safran das exotische Gewürz, das sich mit anderen Kräutern und Gewürzen vermischen lässt und so jedes Gericht in ein Geschmackserlebnis verwandelt.

 

Safran stammt von den Krokusblüten ab und gibt einen angenehm stark süßen Geruch und Geschmack von sich. Eine Prise reicht aus, um ein Gericht unwiderstehlich zu machen. Safran ist in der Tat kostbar, da es zu einem der teuersten Gewürze der Welt gezählt wird. Es benötigt ungefähr 200 Safranblüten oder 600 Narben (Fäden) um ein Gramm des Gewürzes zu erhalten und ungefähr 150.000 Blüten oder 450.000 Narben um ein Kilogramm herzustellen. Die Ernte der Safranfäden ist eine akribische Arbeit, da Safran manuell behutsam gepflückt werden muss. Jetzt verstehen Sie vielleicht, weshalb Safran einen so großen Wert besitzt. Auf lange Frist gesehen ist Safran allerdings sein Geld wert, da eine Prise Coupé Safranpulver oder drei Safranfäden unter vorsichtiger Verwendung ausreichend sind.

Safran in einem Glas Wasser

Um Geschmack und die natürlich gelbe Farbe vom Safran zu extrahieren, geben Sie einfach einen Teelöffel Safranfäden in drei Teelöffel heißes Wasser, aber keine kochende Flüssigkeit – z.B. Öl, Wasser, Milch, Alkohol oder Brühe - und lassen Sie es für 2 Stunden bis über Nacht oder für 24 Stunden stehen, wenn Sie den Effekt maximieren wollen. Dies ist die beste Verfahrensweise, um die hochwertigste Safranessenz zu erhalten. Für eine schnellere Lösung können Sie einen Teelöffel mit Safranfäden in fünf Teelöffel Flüssigkeit für ungefähr 20 Minuten einlegen. Zerdrücken Sie danach die Safranfäden einfach, um noch mehr Inhaltsstoffe freizusetzen. Sie können aber auch ihr eigenes pulverisiertes Gewürz stellen. Geben Sie dazu einfach genügend Fäden in eine erhitzte Pfanne bei niedriger Temperatur. Rösten Sie es langsam und passen Sie darauf auf, diese nicht zu verbrennen. Mahlen Sie dann die Fäden zu Pulver. Als Regel können Sie sich merken, dass ein Teelöffel voll Fäden (ungefähr 8 Fäden), 1/2 Teelöffel Pulver ergibt.

 

In Regionen, in denen Krokusse entweder für den örtlichen Verbrauch oder gewerbliche Herstellung angebaut werden, werden Gerichte, welche Safran beinhalten, international präsentiert und interessant angeboten. Safran verträgt sich gut mit Vanille, Kardamom und Zimt, Käse, Gebäck, Nudeln, Fisch und anderen Meeresfrüchten, Huhn, Lamm und Tomatensuppen. Reis mit Safran scheint ein weit verbreitetes Gericht in vielen Ländern zu sein. Safran wird nicht nur dazu verwendet, den Geschmack der Gerichte zu verbessern, sondern auch um Getränke und Desserts eine gewürzvolle Note zu verleihen. Es ist eine wirklich sehr anpassungsfähige Zutat.

 

In Zentralasien wurden die Krokuspflanzen in kleinen Gärten zur Verwendung in der Hausküche gepflanzt. Der beste Safran wird allerdings hauptsächlich in der Kaschmirregion, Indien, großflächig und gewerbliche angebaut. Die indische Küche verwendet Safran: als eine Zutat bei Gewürzmischungen wie Garam Masala; in Reisgerichten mit Fleisch wie dem Biryani und seinen Varianten, und Pulao, einem „Schmuckreisgericht“, welches für Bankette und Hochzeiten vorbereitet wird; in Desserts wie Kesari Bhath, welches während Festen vorbereitet wird; in Süßwaren wie Kufil, Gulab Jamun und Doppel Ka Meeta; und in dem indischen Getränk Safran Lassi, das für religiöse Veranstaltungen vorbereitet wird. Safran wird auch mit Pistazien und Kardamom vermischt, um Eiscreme zu verfeinern. In China wurde Safran in Lebensmitteln, Medizin und religiösen Ritualen frühzeitig verwendet. Es ist dort als „die rote Blume von Tibet“ bekannt, da es von Tibet aus nach Shanghai angeliefert wurde. 

 

Gelber Reis mit Safran

In Marokko wird Safran in vielen Varianten der Tajine-Gerichte verwendet. In Afghanistan und der Küche des mittleren Ostens hat Safran auch eine gewisse Allround-Funktion. Es ist eine alltägliche Zutat in vielen reisbasierten Gerichten, wie Qabali, Adas Polow und Sholleh Zard, eine Art Reispudding. Der Irak hat seine eigene Variante von Safranreis, genannt Timman Z´affaran. Safran wird auch dazu verwendet, das Nationalgericht des Irans, Chelow Kabab, zu würzen. Während die einen Zimt als großartigen Geschmack bei Kaffee und Tee empfinden, verwenden Araber lieber Safran und Kardamom.

 

In Europa wird Safran in Fisch und Gemüsesuppen, sowie zu Nachspeisen, wie Eiscreme und Kuchen verwendet. In Spanien, wo der beste Safran neben dem aus der Kaschmirregion stammenden gefunden werden kann, werden die Safranfäden zur Färbung von Reisgerichten (Paella) oder in einem Fischgerät Namens Zarzuela de Pescado und in einem anderen Gericht Namens Fabada verwendet. In Italien wird es in Risotto à la Milanesa und in Getränken wie Chartreuse, Izarra und Strega verwendet. In Frankreich wird Safran für die berühmte französische Bouillabaisse angewendet. In Schweden gibt es das namhafte Safranbrot (Lussekatt), welches speziell für den St. Lucy´s Tag hergestellt wird. In England und dem Cornwall werden Safranknoten vorbereitet, um kirchliche Festlichkeiten zu schmücken. In Deutschland ist Safran Hauptbestandteil des Kuchens Gugelhupf.

 

In den Vereinigten Staaten von Amerika wurde der Anbau von Safran durch die Holländer nach Pennsylvania gebracht, wo er gehandelt und dazu verwendet wurde, Kuchen, Fischgerichte und Nudeln zu färben und zu würzen.

 

Studien zeigen, dass Safran die Elektrolyten Natrium und Kalium enthält und reich an anderen Mineralien wie Kupfer, Kalzium, Magnesium, Selen, Mangan, Eisen und Zink ist. Es ist auch eine gute Quelle an Vitamin A, B und C. Daher funktioniert Safran offensichtlich über den Gaumen heraus, da es nützliche Eigenschaften für die Gesundheit besitzt.