Standardisierung von Safran

Qualitätskontrolle und Normung



Die intensive Arbeit und die geringe Produktmenge, die aus dieser Schinderei resultieren, macht die Safranindustrie anfällig für Betrügereien. Safran-Betrügereien in der Vergangenheit führten zur Gründung des Safranschou-Kodex, der die Doppelhändler mit Strafen, Inhaftierungen und Hinrichtungen bestraft. Aber über die Jahre wurde der Handel nachsichtig und der Betrug blieb bestehen. Coupé-Safran-Narben können mit Fäden geringerer Qualität oder mit Filamenten aus anderen Pflanzen vermischt werden. Safran-Pulver kann mit Kurkuma und anderen ähnlich aussehenden Gewürzen gemischt werden. Dies sind illegale Aktivitäten, die, die Verbraucher und die Safranindustrie im Allgemeinen gefährden.

Moderne Sicherheitsmaßnahmen kommen in der Form des ISO oder der Organisation für internationale Standards, welche ein uniformes Bewertungssystem für die Safran-Filamente und das Safranpulver festlegt. Die ISO/TS 3632 wurde speziell für die Safranindustrie kreiert und 1980 veröffentlicht. Sie wird regelmäßig angepasst, die letzte Version wurde 2011 veröffentlicht. Dieser Standard überprüft die Echtheit und die Qualität der Safranprodukte auf der Grundlage von Kategorien und überprüft deren Etikettierung und Verpackung. Der Marktpreis von Safranprodukten hängt von den Ergebnissen dieser Inspektionen ab.


Die Bewertung von Safranproben ist abhängig von Laborstandards, welche für die Farbe, den Geschmack und das Aroma gesetzt werden, was bedeutet, dass die Hauptbestandteile Crocin, Picrocrocin und Safranal durch Photospektroskopie getestet werden. Sie müssen eine gegebene Obergrenze überschreiten, um überhaupt in der niedrigsten oder ärmsten Kategorie berücksichtigt zu werden. Hauptsächlich wird Crocin berücksichtigt, weil alle anderen Bestandteile durch seine Präsenz beeinflusst werden. Authentische Safranpulver werden mit I-IV bewertet, wobei I das Beste und IV das Schlechteste ist. Das folgende ist die Einstufungsskala für die Crocin-Absorption: Klasse I: >190, Klasse II: >150, Klasse III: >110 und Klasse IV: <110.

In Spanien wird Safran nicht mit ISO 3632 bewertet aber die Waage die benutzt wird, ist die gleiche. Die Kategorie-Etiketten sind jedoch unterschiedlich: Coupe: >190, La Mancha: 180-190, Rio: 150-180, Standard: 110-150 und Sierra: <110

Beim iranischen Safran prahlt man, dass er die beste Qualität hat, weil das günstige Klima die Krokuspflanze wachsen lässt und fortgeschrittene Technologie für die Trocknung verwendet wird. Für die iranischen Händler gibt es nur eine Sorte von Safran: Sargol. Wie unterschiedlich sie auch sind, die Waage sagt immer das gleiche: je höher die Kennzahl, desto höher ist die Lichtabsorptionsfähigkeit, desto höher ist der Crocingehalt und desto intensiver ist der Farbstoff. Kurz, je höher die Kennzahl, desto höher die Qualität.
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