Der Anbau von Safran

Die Kultivierung von Safran



Safran wird von der Blüte der Crocus sativus (Iridaccae), auch weithin als Safran-Krokus bekannt, gesammelt. Es wird von Knollen genannt Zwiebel verbreitet. Jede Zwiebel formt neue Knollen und auf diese Art vervielfacht sich die Pflanze. Safranblumen kommen im Herbst raus und werden an ihrer roten Narbe, die wir alle als Safranfäden kennen und aus dem das Gewürz abgeleitet wird, geerntet. Jede Blüte hat die Narben und sie werden alle vorsichtig mit der Hand gepflückt. Die Blumen müssen vor dem Mittag geerntet werden, denn sie welken leicht. Dieser Prozess ist ermüdend und akribisch. Das erklärt warum das Safrangewürz so kostbar wurde und rotes Gold genant wird.

Der Safran-Krokus wird in Ländern wie Iran, Indien, Afghanistan, Italien, Frankreich, Neuseeland, Pennsylvania, Spanien, Portugal, Griechenland und Marokko, Türkei und einigen Teilen von China angebaut. Da diese Pflanze in so vielen Teilen der Welt verteilt ist, können Pflanztechniken abhängig vom Klima, Bodentyp, Tiefe der Pflanzung und dem Abstand der Zwiebeln, auch unterschiedlich sein.


Erde

Die Crocus Sativus Zwiebel passt sich der Erde an, in der sie tief eingepflanzt ist. Sie wachsen gut auf trockenem oder halbtrockenem Land. Zwiebeln passen sich in kalkhaltigem Boden, der neutraler Lehm mit einem pH Wert von 6 bis 8 ist, sehr gut an. Sie wachsen auch gut in eisenhaltigem, schlammigem und sandigem Boden, welcher mit organischen Substanzen angereichert ist. In Neuseeland wachsen die Knollen gut in sandiger oder lehmiger Erde. Was wirklich wichtig ist, ist das die Erde locker ist damit sich die Wurzeln tief eingraben können und das es gut belüftet damit die Zwiebeln nicht verfaulen oder infiziert werden.


Klima.

Safran-Krokusse wachsen in Gebieten mit Temperaturen zwischen nicht mehr als 35 bis 40 Grad Celsius im Sommer und circa -15 bis -20 Grad Celsius im Winter. Zwiebeln können sogar einen Winter mit bis zu -10 Grad Celsius überleben weil sie die Eigenschaft besitzen, in den Winterschlaf zu fallen. Wenn Frost droht die Felder zu bedecken, kann man die Pflanzen immer mit Stroh bedecken, bis der Frost vorüber ist. Crocus sativus Ernte mit Eis bedeckt In Spanien, Griechenland und anderen ähnlichen Gebieten gedeihen Krokusse meist in sonnigen Gebieten, vor allem im Laufe der Blühphase aber Bewässerung ist notwendig. Im Fall von Indien, gibt es reichlich Niederschlag und dies wird als gut für das Wachstum der Zwiebel angesehen, da es eine größere Ausbeute an Blüten und Zwiebelchen (Tochterzwiebeln) bedeutet. Jedoch kann enormer Regen und extrem kaltes Wetter die Ausbeute an Blumen, die zu blühen begonnen haben oder schon blühen ruinieren. Deswegen ist es am besten, das Klima kennenzulernen und die Zwiebeln zur idealen Zeit zu pflanzen.


Bepflanzung

Wenn du das erste Mal Safranzwiebeln pflanzt, nimm, wenn möglich, ein jungfräuliches Stück Land, in dem noch niemals andere Knollen oder Safranzwiebeln gepflanzt worden sind (oder zumindest nicht in den letzten zehn Jahren). Vor dem Anpflanzen empfiehlt es sich, den Boden 20 bis 50 Zentimeter tief zu halten, um die Pflanzbetten locker und gut durchlässig zu lassen, wobei organischer Dünger während des Prozesses eingearbeitet wird. Die Art der Erde in Spanien braucht vor allem diese Vorbepflanzung. Zwiebeln auf erhobenen Beeten zu pflanzen ist ideal für die Be- und Entwässerung. Die Bewässerung sollte minimal sein, sobald Blätter an den Zwiebeln wachsen. Bepflanzt wird zwischen August und September (Mai und Juni in der nördlichen Hemisphäre), entweder per Hand oder Maschine und geerntet wird Ende Oktober bis Mitte November, circa acht Wochen nach der Pflanzung. Safran-Krokusse sind Sonnenanbeter-Pflanzen, daher lieben sie es, anstelle im Schatten, auf trockenen, offenen Feldern gepflanzt zu werden.

Generell werden die Zwiebeln zwischen 7-15 Zentimeter tief in die Erde eingegraben. Je tiefer sie eingepflanzt werden, desto weniger vervielfachen sie sich, desto geringer ist die Ernte aber die Qualität der Blüten, die produziert werden, ist höher. Beobachte das „Reihensystem“ beim Zwiebel pflanzen. Jede Reihe ist Idealerweise 15 bis 20 Zentimeter von der anderen entfernt. Grabe Löcher in der ersten Reihe und fülle jedes mit einer Zwiebel. Wenn du in der zweiten Reihe gräbst, nutze die Erde um die Zwiebeln, die du in der ersten Reihe gepflanzt hast, damit zu bedecken und so weiter. Halte die Reihen für die Drainage und Entlüftung aufrecht. Bilde einen Bereich mit Reihen und lasse genügend Platz für einen Weg, so dass du zwischen jedem Bereich einfach am Krokusfeld entlang navigieren kannst um Unkraut zu entfernen, zu Bewässern und später dann auch zu ernten.

Pflanzen Anweisung

Abstand

Der Abstand zwischen den Zwiebeln hängt vor allem von ihrer Größe ab. In Italien pflanzen Bauern ihre Zwiebeln mit einem Abstand von 2-3 Zentimetern und 10-15 Zentimeter tief, eine Technik, die ihnen ein Maximum an Blütenernte und reichlich Zwiebelchen einbringt. In Griechenland, halten die Bauern 25 Zentimeter Abstand zu jeder Reihe und 12 Zentimeter zu jeder Zwiebel, die jeweils 15 Zentimeter tief eingegraben ist. In Spanien sind die Reihen 3 Zentimeter auseinander und die Zwiebeln 6 Zentimeter. In Indien gibt es eine Distanz von 15 bis 20 Zentimeter zwischen jeder Reihe und 7,5 bis 10 Zentimeter zwischen jeder Zwiebel.

Der Abstand hängt auch davon ab, wie oft gejätet wird. Jäten heißt, dass die komplette Safranzwiebel aus dem Boden entfernt wird um die Mutterzwiebel und die Zwiebelchen, die sich gebildet haben zu trennen und um sie für die nächste Pflanzsaison zu lagern. Bei einer Zweijährige Rodung benötigt man einen Abstand von 5-10 Zentimetern zwischen jeder Zwiebel; für eine längere Periode sollte es zwischen 10 bis 20 Zentimeter sein.


Schädlinge

Schützende Maßnahmen müssen gegen Vögel, Nagetiere und Hasen vorgenommen werden. Zwiebelverfaulung, Blattrost, Nematoden und andere Krankheitserreger müssen ebenfalls daran gehindert werden, die Safran-Krokus-Pflanze anzugreifen.


Ernten

Mitte Oktober beginnen die Safranblumen zu blühen und diese Blüte hält circa drei Wochen vor. Es tritt eine Zeit der intensiven Blüte auf, welche man „Decken Tage“ nennt und welche zwischen zwei bis sechs Tage anhalten. Blüten die Nachts auftauchen, müssen am nächsten Tag in der Dämmerung vor dem Mittag geerntet werden um zu vermeiden, das die Blütenblätter welken. Am besten ist es die Blüten zu ernten, die noch „schlafen“ oder noch geschlossen sind um eine hohe Qualität der Safranfäden zu erhalten.


Abziehen

Wenn die Blüten geerntet sind werden sie in den „Abzieh-“ Bereich gebracht, wo die Narben oder Fäden sehr vorsichtig und sorgfältig per Hand entfernt werden. Der weiße und gelbe Teil der Narbe sind nicht beim Schneiden mit eingeschlossen, nur der rote Teil.


Trocknen

Nach dem Abziehen, kommen sie direkt zum Trocknen, auch Rösten genannt, welches täglich solange gemacht wird, bis auch der letzte Faden trocken ist. Weil sie extrem feucht sind, werden die geernteten Narben durch die Röstung bei einer Temperatur von nicht mehr als 50 Grad Celsius ausgetrocknet. Höchste Vorsicht ist geboten, damit die Fäden nicht verbrennen. Daher hat der „Röster“ (eine Person die diese Aufgabe zugewiesen wurde) eine sensible Rolle in der Produktion von qualitativem Safrangewürz. Nach dem Rösten werden die Fäden ihre Größe und ihr Gewicht extrem verringert haben, um etwa 80% ihres Ursprungs. Fünf Kilo frische Narben ergeben nur ein Kilo getrocknete, purpurrot leuchtende Fäden.

Narben können auch über heißer Kohle oder in einem Ofen getrocknet werden. Lege die frischen Fäden auf ein mit Backpapier ausgelegtes Maschennetz und schiebe es auf die mittlere Schiene in den Ofen. Stelle den Ofen auf 50 Grad Celsius, beobachte die Fäden für 10 bis 20 Minuten genau, bis sie trocken genug sind, um voneinander wegzufallen. Für die Massentrocknung werden die Safranfäden in einen speziellen Raum gelegt, der 10 bis 12 Stunden lang auf 20 bis 35 Grad Celsius erhitzt wird. Eine modernere Methode, ist die Nutzung eines Dehydrators, den man für 3 Stunden auf eine Temperatur von 48 Grad Celsius setzt. Die Länge der Zeit scheint von der Menge der Fäden abzuhängen. Das Wichtigste ist jedoch, dass sie nicht übertrocknen, weil dies die Qualität der Safranfäden mindern würde.


Lagerung

Wenn die Fäden getrocknet sind, verwandeln sie sich in ein leuchtendes dunkelrot, mit dunkleren orangen Spitzen. Sie werden gekühlt und in Papier oder Folie in ein luftdichtes Glas gelegt, abgedeckt und in einer kühlen, dunklen Ecke für mindesten dreißig Tage gelagert bis sie für die Nutzung fertig sind. Sie können in dieser Ecke bis zu einem Jahr gelagert werden und sind noch immer zum Würzen von Speisen geeignet.


Rodung

Die Zwiebeln der Safran-Krokusse sind für vier Jahre, für die Ernte geeignet, im fünften Jahr müssen sie gerodet werden. In Spanien und Italien, werden sie zwischen Juni und Julie gerodet und in Griechenland wird dies zwischen Mai und Juni getan. Wenn die Safranblätter braun und welk werden, ist die Zwiebel eingeschlafen und bereit gerodet zu werden.

Die Felder werden mit Hilfe einer Hacke oder Pflugmaschine umgepflügt und die Zwiebeln werden per Hand eingesammelt. Die Zwiebeln werden dann vom Unkraut und ungewollten Knollen befreit und neues Pflanzmaterial wird je nach Größe klassifiziert. Die Zwiebeln dürfen nicht länger als ein paar Stunden in der Sonne liegen. Dann werden diese sortierten Zwiebeln an einem dunklen, trockenen aber gut belüfteten Ort bis zur nächsten Pflanzsaison gelagert.


Jäten

Das Entfernen von Unkraut erfordert die mühsame per Hand Methode, vor allem, wenn man es mit Wurzel Unkraut zu tun hat. Das Jäten mit der Maschine kann genutzt werden aber es besteht die Gefahr, dass man die Knolle dabei verletzt. Deshalb bevorzugen die meisten Bauern dies auf die herkömmliche Weise zu tun. Je länger das Unkraut im Safranbeet bleibt, desto schwieriger wird es, es zu entfernen, deshalb ist es besser sich so schnell wie möglich darum zu kümmern. Wenn die Safranblätter verwelkt sind aber es noch nicht an der Zeit ist sie zu roden, entferne die braunen Blätter um das Unkraut leicht zu finden.


Pflanzenzyklus

Safranzwiebeln durchleben Phasen der Aktivität, Vergänglichkeit und Ruhe. Die Aktivitätsperiode beginnt, wenn sie gepflanzt werden und von Wurzeln zu Keimen zu Blättern und Blumen wachsen. Die Vergänglichkeitsperiode passiert wenn die Zwiebeln zu Mutterzwiebeln werden und neue Knollen und Zwiebelchen produzieren. Die Ruheperiode findet statt, wenn die Zwiebeln das Reife Stadium erreicht haben und nicht länger neue Knollen produzieren. Diese Ruheperiode wird charakterisiert durch verwelken der Blätter und dem Austrocknen der Wurzeln. Die Zwiebeln müssen ausgegraben werden und einige Zeit ruhen, bevor sie wieder gepflanzt und produktiv werden können.

Was das Pflanzgebiet betrifft, ist es ideal, dass Safranfeld, nach einer maximalen Anbauperiode, für mindestens zehn bis zwölf Jahre „ruhen“ zu lassen, damit es sich erholen und erfrischen kann. Am besten ist es zu einem unberührten Feld oder einem erfrischten Feld zu gehen um einen neuen Kreislauf zu beginnen. Dies wird dir eine robuste Bepflanzung sichern, welche eine reiche Ernte für das nächste Semester gibt.

corm Größen

Zwiebelgröße

Zwiebeln werden nach ihrer Größe sortiert. Anscheinend bestimmt die Größe einer Zwiebel seine Ausbeute. Eine Studie die an der Universität in der Türkei gemacht wurde, resultierte in der Schlussfolgerung, dass je größer die Mutterzwiebel, desto mehr Nachkommen produziert sie und gleichfalls eine höhere Ausbeute an Blüten und Narben. Es zeigt sich zudem, dass sich die Regeneration der Zwiebel über die Jahre reduziert. Die Studie empfiehlt außerdem kleinere Zwiebeln in unberührten Feldern zu pflanzen, damit sie an Größe gewinnen können.
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